Schutz – Erholung – Erziehung

NaturMoorGarten in Keutschach am See und Klimaschutz

Die sogenannte Wildnis (siehe am Ende dieses Beitrags), also Landschaften die von Menschenhand noch nicht reguliert wurden, sind oft Gesprächsstoff für Spekulationen. Spekulationen in denen es nicht um Nachhaltigkeit geht, sondern einzig allein um Gewinn. Ein Landschaftstyp, der solch einer Praxis immer wieder zum Opfer gefallen ist, ist das MOOR.
Ramsar-Naturlehrpfad-MoorIn Keutschach am See, in diesem vier Seental, das bis nach Schiefling am See reicht gibt es zum Glück noch ein großflächiges Moor. Es bedurfte große Anstrengungen des Naturschutzes und vieler Idealisten dieses Moor im letzten Jahrhundert, den Beginn des Massentourismus zu beschützen. Heute haben wir zum Glück dieses Moor, wenn man bedenkt, dass wo anders durch den Klimawandel sich das Wasser Wege gesucht hat, diese die ursprünglichen Planer von Trockenlegungen riesiger Landflächen sich „so“ sicherlich niemals vorgestellt haben und auch konnten. Der „Zauberlehrling“ grüßt.

Ramsar-Naturlehrpfad-Moor-ErklärungÜber diese Tatsachen gehört viel mehr gesprochen, vor allem wie und warum  die sogenannten „neuen“ Überschwemmungsgebiete tausende von Jahre brauchen um diesen Reiz, diesen Charakter und „Nutzen“ eines funktionierenden Feuchtgebiet erreichen.

Ein NaturMoorGarten wäre ein schöner Platz um sich die Kraft, Schönheit und den Sinn von „Moorflächen“  vorstellen zu können. Mann könnte alle Pflanzen vorstellen,… es könnte ein Klassenzimmer, … ein Seminarraum (sollte so ein Naturgarten in der Nähe des Hafnersees bei der „Sonnen“ – Hotelanlage) entstehen.

Derzeit gibt es in Keutschach am See einen Naturlehrpfad MOOR und in Schiefling am See einen Naturrastplatz. Ein Besuch lohnt sich.

Wildnis – Urlandschaft; Auszug aus dem Buch: Alpengeister Seite 15/16

Paracelsus Akademie Villach (Hg): Alpengeister
©edition selene, Klagenfurt – Wien 1997  Erstausgabe
© der einzelnen Beiträge bei den Autoren
Umschlag: Anton Moosburger
Logo Paracelsus Akademie  Villach von Peter Putz
ISBN 3-85266-047-5

Auszug aus dem Beitrag: „Paracelsus liebte die Nymphen. Eine Pforte zum Herzen der alpenländischen Sage“ von Sergius Golowin

„Paracelsus wurde in Einsiedeln geboren, lebte unter anderem in Villach, liebte Kärnten leidenschaftlich, starb in Salzburg – durch seine Beschäftigung mit den antiken und einheimischen Überlieferungen wurde er damit zwangsläufig zum Begründer der alpenländischen Volkskunde: Er sammelte aber auf diesem Gebiet nicht trockene Beobachtungen, sondern erkannte hier überall die Zeugnisse über lebendige Kräfte, die die gesamte Umwelt erfüllen.

Wollen wir einige seiner Grundgedanken besser begreifen, müssen wir uns nur kurz vergegenwärtigen, wie vor 500 Jahren die Natur „seiner“ Welt überhaupt aussah. Ich glaube, würden wir durch eine Zeitreise aus den Science-Fiction-Romanen in diese versetzt, würde uns fast erscheinen, wir seien auf einen anderen Planeten verzaubert worden:

In unserer schönen Schweiz sind schließlich fast zwei Drittel des Landes felsig, und darum hat sich zumindest an dieser Gegebenheit nicht viel geändert, außer dass man genug der Autobahnen und Tunnele durch die Berge trieb. Vom restlichen Lande waren aber nach der Sage, die heute durch die „Grünen Ökologen“ täglich neue Bestätigungen bekommt, „weitere zwei Drittel Mosse, Moore, Sumpflandschaften“. In der Westschweiz erreichte das berühmte „Große Moos“ allen fast die Größe eines Kantons. Es wurde als gewaltiger „Fortschrittssprung“ des 18. – 19. Jahrhundert gefeiert, dass die Menschen fertig brachten, solche Gebiete fast völlig auszutrocknen: Nur wenige volksverbundene Beobachter erkannten den gewaltigen Schaden, der dadurch den seltenen Pflanzen- und Tierarten, einer uralten Bevölkerung von Sammlern, Fischern und Jägern, sogar den Wasserhaushalt des ganzen Erdteils, zustoßen werde. Man kann es sich heute kaum vorstellen, aber die Schweiz galt früher geradezu als echtes „Biberland“.

1 Kommentar zu “NaturMoorGarten in Keutschach am See und Klimaschutz”

  1. […] so eine Untertunnelung der Bundesstraße einfach nicht zulässt. Und zu einem Gespräch NaturMoorgarten bzw. Naturrastplatz mit einem zweiten Turm ist es gar nicht gekommen, weil sobald über das […]

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