Schutz – Erholung – Erziehung

Naturgarten und Erziehung für Erwachsene

Vor kurzem wurde mir das Buch „Am Anfang war Erziehung“ von Alice MILLER empfohlen, ich sah im Wiki dazu nach und erkannte, das Thema Erziehung wird immer interessanter.

Gingkolaub-im-Schnee-von-Monika-GermSelbst sehr vorsichtig im Umgang mit Erziehung denke ich gerne an jenen Rat welchen mir eine Pferdefachfrau einst gab: „Im Umgang mit Pferden wirst viele Fehler machen und dabei erkennen, solange du die Pferde liebst, werden sie dir verzeihen„. Sie meinte damit, wir machen immer wieder Fehler, und trotzdem haben wir Chancen.

Ja, ich liebe Pferde und ich liebe auch den Wald. In der letzten Ausgabe „Kärntner Forstverein Nr. 64 – Jänner 2011“ habe ich einen interessanten Zugang zu Erziehung gelesen.

Unter dem sehr interessanten Beitrag „Innovation-Technik-Bildung der Waldarbeit“ von Uni. Prof. Dr. Raffaelle CAVALLI Italien, aus dem Englischen übersetzt von DI Bernhard HUBER, BFW-FAST Ossiach, las ich etwas sehr interessantes über Erziehung.

„Es ist von grundlegender Bedeutung, dass die Abläufe auf die Lernweisen der Lernenden abgestimmt sind. Dies sind zumeist Erwachsene, die sich ihr Arbeitswissen in der Praxis angeeignet haben.

Hier kommt der Erwachsenenbildung und dem speziellen Wissen um die Lernweise der Erwachsenen besondere Bedeutung zu (Wissenschaft der Androgogik1, die sich mit dem theoretischen und praktischen Lernverhalten von Erwachsenen auseinandersetzt und so die Grundlage für die Lehre bietet).

Die Theorie der Androgogik (Erwachsenbildung), die von M. Knowles entwickelt wurde, stützt sich auf folgende Kernhypothesen:
– Das Bedürfnis etwas zu wissen: Erwachsene entwickeln einen Drag, sich Wissen anzueignen, wenn sich Vorteile aus der Erweiterung des persönlichen Wissensspektrums ergeben.
– Das Selbstverständnis des Lernenden: Der lernende Erwachsene muss spüren, dass sein Selbstverständnis vom Lehrenden respektiert wird und seine Autonomie gewahrt bleibt.
– Die Rolle des Experiments: Erwachsene bringen ihre Erfahrungen und internen Ressourcen in den Lernprozess ein.
– Die Bereitschaft zu lernen: Was gelehrt wird, muss die Fähigkeiten des Lernenden erweitern und muss ins Alltagsleben integrierbar sein.
– Orientierung auf das Erlernen: nicht das Fachliche steht im Mittelpunkt, sondern die Praxistauglichkeit.
– Motivation: Die innere Motivation des Erwachsenen ist im Allgemeinen stärker als der Druck von außen.

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