Schutz – Erholung – Erziehung

Kärntnerland – Naturgartenland Teil 1

„Alles Globale hat lokale Wurzeln“
Vandana Shiva

Ins-Land-sehenMeine Begeisterung für das Projekt Naturgarten brachte es mit sich, dass ich mir Fragen über Dinge stellte, die man vielleicht jahrzehntelang als gegeben hinnimmt. Jene Voraussetzung für mein ganzes Vorhaben ist sicherlich die Tatsache, dass ich mit diesem Land – Kärnten – aufs innigste verbunden bin. Ich bin stolz darauf, hier geboren zu sein und hier leben zu dürfen.

Kärntnerland – Naturgartenland ist keine provokante Aussage. Kärnten ist Vielfalt, ist Abwechslung in der Landschaft und sicherlich auch in den Meinungen. Arnold Mettnitzer (Kleine Zeitung 1. Aug. 2010) „Die Schönheit dieses Landes ist zum Niederknien. Es ist aber im Moment auch zum Weinen. Für einen Kärntner, der in Wien lebt und seine Heimat nicht vergessen will, ist es derzeit nicht lustig, Kärntner zu sein“. Ähnliche Worte Peter Turrini (Kronen Zeitung 22.Juli.2010) „Wenn man über Wolfsberg hereinfährt, holt einen sofort die Schönheit dieses Landes ein. Auf der anderen Seite kommt mir hier ein politischer Geist entgegen…“. Wolfgang Rossmann (Die Woche 28.Juli.2010) welcher zu einer neuen Geisteshaltung aufruft und Christian Kresse (Kronen Zeitung 25.Juli.2010) fordert mehr internationale Präsenz „Ich kann auch keine Wunder wirken“.

Wenn es ein Glück bedeutet in diesem Land geboren zu sein, zu wohnen, Gast zu sein, Heim zu kehren. Sollte man auch vorbereitet sein, um das ausgewogene Verhältnis, dass es auch gibt, erkennen zu können.

KÄRNTEN ABWECHSLUNGSREICH

Mensch-und-LandKärnten hat, wie kaum eine andere Gegend der Alpen, eine besonders abwechslungsreiche Landschaft. Eingebettet zwischen Bergen, die mal sanfte Kuppen und an anderen Stellen schroffe Gipfel mit über 3000 Metern Höhe sind, liegen mehr als 1270 Seen, von denen keiner dem anderen gleicht. Zwei Nationalparks – der Nationalpark Hohe Tauern und er Nationalpark Nockberge -, zahlreiche Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete sind ein Garant für die Bereitschaft der Kärntner, die Natur und Umwelt zu schützen. Dieses Bemühen hat Kärnten einige internationale Umweltpreise eingebracht: das Kärntner Lesachtal (Auszeichung: „Europäische Landschaft 1995/96“), der Weissensee (Europäischer Umwelt- und Tourismuspreis 1995), das Kräuterdorf Irschen (Tourism for Tomorrow-Award, London 1995), das Almdorf Seinerzeit bei Patergassen in der Region Nockberge (British Airways Tourism for Tomorrow Award 1999) und sogar die Trinkwasserqualität der Kärntner Badeseen (Tourism for Tomorrow-Award, London 1991) wurden ausgezeichnet.

Das Tourismus und Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden sind und eine sauberre Umwelt und Natur zunehmend auch bei der Urlaubsentscheidung eine große Rolle spielen, zeigen auch Gästebefragungen, die diesem Thema einen außerordentlich hohen Stellenwert einräumen. Natur/Landschaft wird von 90 Prozent der Kärnten-Urlauber als wichtigstes Reisemotiv angegeben.

NATURNAHES GENIESSEN – BEWEGEN ZWISCHEN BERGEN & SEEN

Auch die internationalen Trendforscher bestätigen, dass derzeit ein Wandel von der industriellen Massen- und Wohlstandsgesellschaft hin zur postindustriellen Gesellschaft der Individuen stattfindet. Dies schlägt sich auch auf den Freizeit- und Reisemarkt nieder. Durch die fortschreitende Globalisierung haben die meisten Reisenden schon alles gesehen; was sie suchen, ist innere Einkeht und Balance. Der neue Luxus heißt  mehr Lebensqualität – mehr Zeit, direkte und aktive Bewegung in der Natur, ein Ausstieg auf Zeit.

Naturnahes Genießen lautet das Schlagwort der Stunde. Mit dem Dachthema „Bewegen zwischen Bergen und Seen“ berücksichtigt der Kärntner Tourismus dieses neue Gästeverhalten und künftige Reisetrends. Mit dem Bewusstsein, dass Bewegung Leben ist, hat das ganze Bundesland enorme Anstrengungen überneommen, um seinen Gästen Bewegung auf alles Ebenen zu bieten. Ob im Frühling, Sommer oder Herbst, Kärnten bewegt und lädt zum Bewegen ein.

Für die Berg- und Seenwanderer haben sich in Kärnten ganz besondere Höhepunkte herauskristallisiert, wie beispielsweise das Speikwandern in Bad Kleinkirchheim, das Naturerlebnis Tauerngold im Nationalpark Hohe Tauern Kärnten, die Kostalewanderung auf der Gerlitzen, die Erlebnisreise Wasser.Kraft im Lieser-/Maltatal oder der Mystische Berg Mirnock am Millstätter See. Gemeinsam haben alle Bewegungsangebote aber immer, dass die Natur eine wesentliche Rolle spielt.

NATURGÄRTEN – AUTHENTISCHE  ERLEBNISWELTEN ALS INNOVATIVES TOURISMUSANGEBOT

Neben den vielen Bewegungsmöglichkeiten ist es aber auch von enormer Bedeutung, unseren Gästen weitere kreative und innovative Möglichkeiten zu bieten, der Natur und der einzigartigen Pflanzenwelt unserer Region in vielfältiger Weise zu begegnen. Mit den Projekt Naturgarten wird diesem Bedürfnis und Trend Rechnung getragen. Naturgärten bieten ein authentisches Naturerlebnis, sind Orte der Kraft mit hohem Erholungsfaktor.

Naturgärten sind Erlebniswelten, die nicht künstlich erschaffen werden müssen, sondern sich aus einer bestehenden landschaftlichen und biologischen Gegebenheit heraus entwickeln. Für das touristische Angebot eines Landes sind Naturgärten wertvolle Beiträge, um dem stetig wachsenden Bedürfnis der Menschen nach Oasen der Ursprünglichkeit naturnahem Genießen und Harmonie ein attrakives Angebot entgegenzusetzen. Naturgärten sind weiters bereichernde Alternativen, wenn das Wetter mal nicht so mitspielt und der Gast nach interessanten Ausflugszielen sucht.

In Kärnten haben wir durch unser vorhandenes Naturpotenzial und der sauberen Umwelt eine glaubwürdige Kompetenz ein Land der Naturgärten zu sein.

Urlaub bei Freunden heißt auch Urlaub in der Natur und mit der Natur.

Werner Bilgram , Geschäftsführer der Kärntner Werbung 2008
(entnommen auch dem Buch; Das Herz von Kärnten – vom Steinbruch zur Naturgartenvision)

2 Kommentare zu “Kärntnerland – Naturgartenland Teil 1”

  1. […] sich nicht verändert hat, Kärnten ist ein wunderbares Land, auch ein Gartenland, ein Naturgartenland. Und sollte die Steinwelt am Pyramidenkogel, ein Konglomerat aus NaturSteingärten einmal […]

  2. […] mehr mit “Kärntnerland – Naturgartenland” und so beende ich nun mit diesen 10ten Teil diese […]

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