Schutz – Erholung – Erziehung

Kneipp NaturWassergarten „Stadtgraben“ Klagenfurt am Wörthersee

Als Mitglied des Kneipp Aktiv Club Klagenfurt gratuliere ich herzlich zur 90 Jahr Feier. Seit 2003 beschäftige ich mich mit Naturgarten und Raum und wurde von Anfang an von Kneipp – Freunden unterstützt. Zum Beispiel von  Frau Waltraud Roth mit Ihrem Beitrag “ Der Naturgarten Sebastian Kneipps“ für meine Arbeit „Naturgarten als Teil der Raumplanung“.

Der Heilansatz Kneipps ist universell und je älter ich werde, desto mehr wünsche ich mir, diesen Grundsätzen Folge leisten zu können. Was auch Hans Horst FRÖHLICH, in seinem Buch:  Der Naturgarten des Sebastian Kneipp beschreibt: „Das Heilprinzip des als Wasserdoktor bekannten Pfarrers von Wörishofen beinhaltet neben differenzierten Wasseranwendungen, die mild wirkenden Heilkräuter und Arzneipflanzen, eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und eine ganzheitliche Lebensordnung“.

Ohne Ulrike Herzig, Vorsitzende des Kneipp Aktiv Club und Vorsitzende des ÖVHB, hätte es  keine Naturgartenzusammenarbeit mit Altbürgermeister Christian Scheider  gegeben. Ihr Motto „Nur wenn man mit jedem redet und Hierarchien akzeptiert, kann man Ziele erreichen, die uns allen zu einem besseren Leben verhelfen“ habe ich fest in mein Herz geschrieben.

Was wünsche ich nun diesem Klagenfurter Kneippverein „Kneipp Aktiv Club Klagenfurt“ zum Jubiläum? Ich würde mir wünschen, es gäbe einen aktiven Kneippplatz mitten in Klagenfurt und der beste Ort dafür wäre meiner Meinung nach der „STADTGRABEN“.  Ja, und ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Gedanke auch Herrn Kneipp freuen würde.

Kronenzeitung, Naturgarten und Josef Metschina

Kronenzeitung-stellt-Naturgartenbuch-vorAm Ostermontag rief mich ein guter Freund Josef Metschina an und sagte, dass Naturgartenbuch wurde in der Kronenzeitung erwähnt.

Als ich dann die Zeitung bekam und die Anzeige las, dachte ich mir,  klein und fast versteckt und dennoch wurde ich angerufen. DANKE

Naturgarten-und-Kronenzeitung Klein und versteckt ist auch das Naturgartenjuwel hinter dem Gebäude der Kronenzeitung Klagenfurt in der Schleppekurve, der Schleppeteich.

Es würde mich sehr freuen, wenn dieser Teich, mit seiner Kulturgeschichte, vor allem aber wegen seiner noch vorhandenen Natur mehr Aufmerksamkeit bekommen würde.

NaturMoorGarten in Keutschach am See und Klimaschutz

Die sogenannte Wildnis (siehe am Ende dieses Beitrags), also Landschaften die von Menschenhand noch nicht reguliert wurden, sind oft Gesprächsstoff für Spekulationen. Spekulationen in denen es nicht um Nachhaltigkeit geht, sondern einzig allein um Gewinn. Ein Landschaftstyp, der solch einer Praxis immer wieder zum Opfer gefallen ist, ist das MOOR.
Ramsar-Naturlehrpfad-MoorIn Keutschach am See, in diesem vier Seental, das bis nach Schiefling am See reicht gibt es zum Glück noch ein großflächiges Moor. Es bedurfte große Anstrengungen des Naturschutzes und vieler Idealisten dieses Moor im letzten Jahrhundert, den Beginn des Massentourismus zu beschützen. Heute haben wir zum Glück dieses Moor, wenn man bedenkt, dass wo anders durch den Klimawandel sich das Wasser Wege gesucht hat, diese die ursprünglichen Planer von Trockenlegungen riesiger Landflächen sich „so“ sicherlich niemals vorgestellt haben und auch konnten. Der „Zauberlehrling“ grüßt.

Ramsar-Naturlehrpfad-Moor-ErklärungÜber diese Tatsachen gehört viel mehr gesprochen, vor allem wie und warum  die sogenannten „neuen“ Überschwemmungsgebiete tausende von Jahre brauchen um diesen Reiz, diesen Charakter und „Nutzen“ eines funktionierenden Feuchtgebiet erreichen.

Ein NaturMoorGarten wäre ein schöner Platz um sich die Kraft, Schönheit und den Sinn von „Moorflächen“  vorstellen zu können. Mann könnte alle Pflanzen vorstellen,… es könnte ein Klassenzimmer, … ein Seminarraum (sollte so ein Naturgarten in der Nähe des Hafnersees bei der „Sonnen“ – Hotelanlage) entstehen.

Derzeit gibt es in Keutschach am See einen Naturlehrpfad MOOR und in Schiefling am See einen Naturrastplatz. Ein Besuch lohnt sich.

Wildnis – Urlandschaft; Auszug aus dem Buch: Alpengeister Seite 15/16

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Inspiration für Naturgärten…Der Wasserweg in Liebenfels

Was fasziniert Menschen an der Natur? Ist es die Größe? Zum Beispiel wenn man einen Gipfel erklommen hat und die Weite um sich herum sieht, diese unendliche Weite…keine Grenzen wahrnehmend. Oder ist das Kleine? Eine Pflanze, ein Stein im Wasser glänzend, ein Stück Wurzelholz, eine Nische zwischen Felsen oder Bäumen, wo man sich hinsetzen möchte.

Wasserweg-Liebenfels-Natur-purDie Faszination ist beides: „Das Ganze und seine Teile“. So erging es mir bei meinen zweiten Besuch des Wasserweg in Liebenfels. 2003 lernte ich Hannes Zleptnig als Kurskollege „Natur und Landschaftsführer“ kennen. Bei fast jedem Gespräch erzählte Hannes von seinem Traumprojekt und am Ende des Kurses war es dann soweit.

Wasserweg-Liebenfels-Menschen-staunenWir waren dann knapp 100 „ErstgeherInnen“ und der Bürgermeister sprach damals von einer guten Zukunft dieses Weges. Jetzt 2013 nach meinem zweiten Besuch darf ich sagen: Der Weg ist wahrlich „Natur pur“. Ich weiß nicht wie viele 1000ende Besucher dies schon erfahren haben, jeder Schritt und Blick ein Staunen.

Ein Staunen, ein Schauen, ein sich Wundern wie es Dr. Jörg Werner bei der Beschreibung seiner Keimzelle „Neues Leben für die Attersee-Ufer“ beschrieb.

Dieser Wasserweg in Liebenfels ist Inspiration „pur“ für Naturgärten.

Naturgartenwanderung, vom Wasserfall zum Wasserfall

Immer wenn ich von dieser Wanderung erzähle, erziele ich Aufmerksamkeit. Vom Wasserfall zum Wasserfall, wo sind die? Wenn ich dann sage, dass der eine sich im Keutschacher vier Seental befndet ernte ich noch größeres Staunen.

Seit ein paar Jahren wandere ich mindestens einmal im Jahr diese Strecke. Jedes Mal ist es eine Herausforderung, weil ich mich gleich beim ersten Mal, bei der Erkundung, mit Margan verirrt hatte. Beide kannte wir weder Strecke, noch das Gebiet. Durch Fostarbeiten bedeckt übersahen wir damals einen Richtungweiser und schon passierte es, über eine Stunde gingen wir damals im Kreis. So erinnere ich mich bei jeder Wanderung an diese Begebenheit (da hab ich mich verirrt). Es ist aber auch nicht leicht, sich in diesem Waldgebiet Turia (Sattnitz) zu orientieren.

Wasserfall in Penken Schiefling an SeeAusgangspunkt der Wanderung ist Penken (Schiefling am See), da befindet sich in der Nähe vom Naturhof Hojoutz der erste Wasserfall. Es geht dann Richtung Schiefling (Straße) bis zum Anwesen Wuksch und von da an ziemlich steil, nur kurz, hinauf zum Sattnitzkamm. Auffallend der Weg (Hohlweg, Satnitz Konglomerat). Nach dem Wukschtor wird es gemächlicher und man bekommt auch schon die erste Aussicht auf Schiefling zu sehen. Die Wanderung zieht sich entlang des westlichen Sattnitzende und somit ist es eine Aussichtswanderung. Wunderbare Blick auf den Kathreinkogel und dann beim westlichsten Punkt der Sattnitz zum Dobratsch. An diesem Punkt hat man einen Blickwickel von Süden nach Norden, von den Karawanken, Rosental, Dobratsch hinüber Kathreinkogel Schiefling, Velden, Gerlitze usw. ….

Wasserfall Lukowitz LudmannsdorfDie Wanderung ist ein auf und ab, ein Wechsel von Hohlwegen, entlang wunderschönen Waldmoosflächen, und Forststraßen.  Nach diesem Aussichtspunkt geht Richtung Ludmannsdorf/Lukowitz. Vorbei an/bei den Saligen-Sitzen, RAZAWA Felsvorsprung, Steinsetzung Marko Pogacnik, Rupertitor hinunter zur Filialkirche Rubertiberg. Dann Stufe, Kräuterspirale Lukowitz, für Stufe, Kneippplatz, zum Ziel, jener zweiter Wasserfall Sreca Pec. Abschließend natürlich eine Jause zur Buschenschank Johann Spitzer, vlg. Dounik.

Es ist eine besondere Wanderung, weil man auf wunderbarer Weise jene Vielfalt Kärntens kennen lernt, welche das Herz Kärntens ist. Es ist jene Vielfalt, jenes harmonisches Zusammenspiel von Berg und See, Flüsse, Hügel, Weisen, Feld und Dörfer.

Ist das „Meerauge“ ein Naturgarten?

Interessante Frage – ja oder nein?

Sollte Naturgarten eine Bezeichnung für Kräutergarten, Haus- oder Bauerngarten sein, dann „NEIN“.

Sollte Naturgarten auch einen NaturKleinraum bezeichnen bzw. ein Stück Landschaft, ein Juwel dann „Ja“.

Über Natur- und KulturRäumen zu den Wurzel finden“. Das empfindet man wenn man das Juwel „Meerauge“ besucht.

Mit der Verleihung des „Wasser Lebenszeichen“ wurde es das 100. Projekt von „Kärnten Lebensraum Wasser

Und „ja“ , vielleicht wir es auch einmal als „Naturgarten“ bezeichnet.

NaturWassergarten

Bei der Frage: „Was ein Naturgarten ist“, darf es nicht bei einer Vorstellung bleiben. Naturgarten ist ein übergeordnetes Wort. Würde ich behaupten, nur der Steinbruch in Keutschach ist ein Naturgarten, dann würde diese Aussage einseitig sein – den Naturgarten ist Vielfalt.

Leben-am-Attersee-Kronen-Zeitung

Bei der Nähe zu Wald ist es logisch die Bezeichnung NaturWaldgarten zu verwenden. Zum Wasser ist es naheliegend NaturWassergarten zu sagen. Aber was ist nun ein NaturWassergarten?

Als wunderbares Beispiel für einen NaturWassergarten empfinde ich für das Projekt „Neues Leben für die Attersee-Ufer“ (Ein Zahnarzt aus Salzburg mit einem Haus an Oberösterreichs schönsten See träumt davon, dort ein Stück Natur zu schaffen wie in seiner Kindheit  – mit einem Schilf-Biotop als Keimzelle. Krone Bunt Sonntag 15.Juli.2007).

Schutz-für-Fließgewässer-Kleine-ZeitungEine andere Idee wäre ein NaturWassergarten im Moorraum. Im Ramsar-Gebiet Keutschach am See zum Beispiel. In der Nähe zum Seminarhotel Hafnersee würde eine solche Zelle passen. Die Besucher könnten an dieser Stelle alle Pflanzen des Moorgebietes kennen lernen und vielleicht auch entsprechende Kulturformen.

Der wichtigste Aspekt ist das Bewusst machen wie wichtig Feuchtgebiete sind. Deshalb sind alle Initiativen für Gewässerschutz zu fördern. Und Menschen, wie jener Zahnarzt Herrn Dr. Jörg Werner aus Salzburg danke zu sagen.

Naturgarten versus Biosphäre-Lounge

Seit ich mich mit Naturschutz und kleinen Landschaftsräumen in der Größenordnung 0,5 – 3 ha beschäftige, durfte ich einige gute Kleinraum – Konzepte kennen lernen.

Da ich für den Steinbruch in Keutschach eine Rodungsbewilligung nach dem Fortgesetz ansuchte, musste ich natürlich auch erklären warum ich im Steinbruch eine Sitzbank oder ein Lavendelbeet errichten wollte. Damit begann das Problem der Erklärung, denn für den Begriff „Naturgarten“ gab es keine konkrete allgemeine Definition.

2004 lernte ich BIOSA – Biospäre Austria, Verein für dynamischen Naturschutz, kennen und bekam eine Biotopmanagement – Informationsbroschüre zugesandt. Das erste was mir auffiel, jedes angesprochene Biotop z.B. Wald oder Fließgewässer mit natürlicher bis naturnaher Begleitvegetation wurde sofort erklärt (Definition, Flora und Fauna, Gefährdungspotentiale, Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen).

Ein Jahr später lernte ich das Projekt Biosphäre – Lounge  kennen, wo in wunderbarer Weise  eine Philosophie zwischen Natur-Kleinräumen und Sponsoring erfolgreich  geschaffen wurde. Herzliche Gratulation

Naturgarten – Interview mit Herrn Alexander Kaiser

Sehr geehrter Herr Mag. Kaiser, Danke dass Sie für mich Zeit haben.

Ihr Unternehmen ist auf Tourismuswirtschaft spezialisiert und steht für nachhaltige und ganzheitliche Betreuung. In diesem Zusammenhang eine Kurzvorstellung bitte?
Logo-Kaiser-und-SiegelUnser Unternehmen gibt es nun mehr 10 Jahre. Meine Partnerin Mag. Christine Siegel-Kaiser und ich verfügen über eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Betreuung von touristischen Betreiben und Regionen in ganz Österreich und Südtirol. Ich selbst durfte in meinem beruflichen Werdegang auch 3 Jahre lang den „Verband der biologischen Landwirtschaft“ mit 1.500 Biobauern in Kärnten (Bio-Austria-Kärnten) als Geschäftsführer begleiten und konnte dabei unmittelbaren Einblick in die konkrete Anwendung einer „nachhaltigen Wirtschaftsweise“ gewinnen.
Mag.-Alexander-KaiserIn unserer Beraterpraxis haben wir uns in den letzten Jahren intensiv mit der Entwicklung von natur-touristischen Produkten beschäftigt, die auch den Anforderungen von „Nachhaltigkeit“ gerecht werden. So sind wir unter anderem seit mehreren Jahren für die touristische Entwicklung in der Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten und für die Naturparke Weissensee und Dobratsch tätig und betreuen auch das Projekt „Naturerlebnis Kärnten“ – einen Zusammenschluss von 7 Schutzgebieten Kärntens (Nationalparke, Naturparke, Ramsar-Gebiete), den Tourismusorganisationen und der Kärnten Werbung.

Kennen gelernt haben wir uns 2004 bei der Ernennung des Keutschacher See-Tales als Ramsar-Gebiet und damit die Aufnahme in die Liste der Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung. Ihre Aufgabe war die Konzeption mit konkreten Umsetzungsmaßnahmen zur Entwicklung der regionalwirtschaftlichen Aspekte mit dem Schwerpunkt Tourismus zu erarbeiten.
Wie sehen Sie generell den Lebensraum Wasser? weiterlesen »

Naturgärtner im Auwald, von Sofie Meys

Auwald

Feuchtigkeitsgeschwängert sind Luft und Erde
Dem quirligen und sprudeligen Strom so nah
fühlt sich Leben wie Leben an.
Seine Grenzen erprobend
nähert sich der Fluss dem Menschen,
mal schüchtern und sanft,
mal gewaltsam und wild,
doch niemals ohne Grund.
In leidenschaftlicher Umarmung,
erleben wir Aue und Wasser.
Zwei Liebende, wie man sie heute immer seltener sieht.
Doch blind vor Angst und Wut, und ohne zu verstehen
sperren wir den Geliebten
in einen Käfig aus grauem Beton,
setzen wir unsere Wohnstätten auf seine Angebetete,
lassen sie verdursten, verdörren,
und in ungestillter Sehnsucht
einsam zurück.

Auwaldspaziergang-von-Sofie-MeysSofie Meys
Ich bin 1964 in Köln geboren, habe vier Kinder (24, 21, 18 und 15 Jahre alt), bisher als Fitnesstrainerin, Redakteurin, Journalistin, Autorin und natürlich auch als Gärtnerin gearbeitet: Zum Beispiel schneide ich Obstgehölze und das gerne auch in anderen Gärten.
Das Gärtnern habe ich vermutlich von meinen Eltern übernommen, beide waren gärtnerisch sehr aktiv. Auch sie hatten immer einen Schrebergarten, der auch mal wechselte. Heute versorgt meine Mutter (sie ist 78 Jahre alt) noch zwei große Schrebergärten und im Sommer trifft sich dort häufig die ganze Familie nachmittags zum Kaffee.
Das wichtigste im Garten ist für mich das Miteinander von Tier, Pflanze und Mensch. Ich möchte dort spüren, dass etwas funktioniert, gedeiht, wächst. Daher ist es für mich selbstverständlich, dort Behausungen auch für viele Tierarten zur Verfügung zu stellen, also Insektennisthilfen, Eulenkörbe, Vogelnistkästen, Fledermauskästen, Reisighaufen uvm. .
Wenn dann Tiere dort einziehen, das ist einfach das Größte!
Meine Webseite: www.gartenwelt-natur.de

Auwald
Es ist wieder so weit! Der Fluss verlässt sein Bett und macht Ausflüge in die nähere Umgebung.
Für viele Anrainer eine mittlere Katastrophe, da Straßen überflutet werden und die Keller volllaufen, im schlimmsten Fall müssen sogar Menschen und Tiere evakuiert werden. Konnten sich Menschen und Tier retten, so entsteht häufig ein nicht unbeträchtlicher Sachschaden. weiterlesen »