Schutz – Erholung – Erziehung

Augenblicke in der Natur, von Ralf Wendling

Naturerlebnisse insbesondere in Kiesgruben und Steinbrüchen sind für mich, für viele Tiere und Pflanzen Rückzugsgebiete par excellence.

Hier in Frankreich, wo ich mit meiner Lebenspartnerin nun lebe, werde ich auch Naturerlebnisseminare in unserem Steinbruch anbieten. Wir lehnen unseren Lebensraum, unsere naturnahe Gestaltung stark an Sepp Holzer, Permakutur und Feng – Shui an.

Unser Leitmotiv, im Rahmen unseres Lebensprojektes „la soure – quelle der natur„, heißt: „Wir bringen die Menschen zur Natur und sich selbst wieder näher“. Wir wissen, die Zeit ist reif dafür und auch für solche Projekte wie Ihres. „Verbinden wir uns und bewegen/verändern wir etwas!“
Wir machen auch keine starren Seminare, sondern lasses „es laufen“, mit einem gewissen Rahmen, der sich aus unserem Projekt ergibt…wir wollen die „räumliche Freiheit, die konnten wir, aus diversen Gründen, nur hier in Südfrankreich finden.

Außerdem zog uns das „Katharerland“ magisch an, und die Mineralien/Gesteine, die ich hier finden kann. So schreibe ich Essays von meinem Erleben in dieser Natur.

fluorit-mont-roc, ralf-wendlingRalf Wendling
Profil: kaufmännische Ausbildung, Studium: Fachkfm. Marketing und Gesundheitsberater (ALH) , Walking-Begleiter, damit sie sich ein Bild von unserern Ideen machen können, meine Xing-Seite http://www.xing.com/profile/Ralf_Wendling2 , mein Blog www.ralfwendling.blogspot.com , die Website meiner Lebensgefährtin www.natur-und-familie.de und interessant www.humananimalfactory.com

Kontakt: 6. lieu-dit-castagnes, 81120 mont-roc, Frankreich E-Mail: ralf.wendling@gmx Wrb: www.quelle-der-natur.com

Die heutige Zeit verlangt vieles von uns. Die eigene Persönlichkeit und Visionen bleiben durch diesen äußeren Druck und die ständigen Erwartungen auf der Strecke. Persönliche Ziele und ihre Verwirklichungen sind, im Sinne von Eigenverantwortung, sehr wichtig für unsere Entwicklung.

Steinbrucharbeit-Ralf-WendlingIn meinem Leben habe ich viele Länder, Situationen und Menschen kennengelernt; Kulturen, ihre Schätze und Mythen faszinieren mich bis heute. Die Natur, als zentraler Punkt unseres Seins auf dieser Erde, ihre Erhaltung und ihr immenses Potential  haben meine Lebensziele wesentlich geprägt. Ob ich im (Öko-) Marketing tätig war oder handwerklich mit Steinen und Erden -Erschaffe. Der stetige Wandel und die immer neue Lust des Entdeckens geben mir stets neue Lebensimpulse – Freude und Kraft.

Essay

Steinerne Ewigkeit

Manchmal stockt mit der Atem. Stehe ich still. Und lausche.
Lausche dem Dasein, der Ruhe, dem spartanischen Sein der Natur.
Um mich herum. Großartiges Schauspiel. Die Mitwirkenden laden mich durch ihre farben- und formenprächtige Mächtigkeit zum Träumen ein.

Steinernes Meer freiheitlicher Gedanken.
Urströme, versteinert in einer kristallinen Illusion. Scheinen.
Durchscheinend. Mächtig aufragend. Dominat-beherrschend.
Bis zum Ende aller Tage werde ich Essays in und von einem Steinbruch schreiben. Die alte und doch immerwährende Kraft hat die Körnchen, die Brocken, die Felsen geschaffen.
Sie lässt es zu, dass wir Menschen daraus etwas Neues bilden.

Zerstörerisches Menschsein. Sicher.
Und auch zusammensetzendes, konstruktives Menschsein.
Diese Symbiose, diese Spielerei der Zweibeiner mit der metaphysischen Zerstörungsbildung und dem Erfindergeist wieder und wieder ein Novum. Geburt.

Jeder Aufriß einer Flanke dieser verschütteten und verborgenen Ewigkeit weckt eine Symphonie von colorierten Gesteinsformationen, die immer wieder ihresgleichen sucht. Die Sinnsuche im warmen Farbton des Steins.
Heute sehe ich im frischen Aufschluß
ein leuchtend-zartes, mineralisch-lebendiges Grün; es durchziecht in seiner zwar frühlingshaften, jedoch von der Wandlung der Metalle geprägten Frische die Wand, den Gebirgsstock, wie auf der Suche nach dem kosmischen Glück.
 

Eine Suche, die wohl erst im Firmament der ewigen Vergänglichkeit endet. So folgt diesem, immer wieder von erdbraun . ja geradezu braunstrahlenden Überresten anderer Gesteine, ein oxidrotes, warm-terracottafarben, changierendes Gesprengsel, wie große Blumen in das Grün und Braum überfließend, garniert mit blütenstaubstrahlendem, warmen Gelb.

Überreiches Bild natürlicher Anmut, hingezaubert durch Bewegung, Veränderung, Wachstum und Vergänglichkeit. Das hauchfeine Glitzern mineralischer Komponenten fügt diesem versteinerten Horizont ein Lächeln hinzu. Verstrickt und verbunden durchquert ein Strang von Calcit, hier und dort ausgebildet zu fröhlich grüßenden Kristallen, kleinen Honigtöpfchen gleich und bereit zum Genuß des Pflückens.

Ein Monument der Härte. Und doch ist alles weich. Zerbrechlich. Und warm.
Die Wärme steht dem Stein ins Gesicht geschrieben. Hier eine kleine Mulde im dunklen Porphyrit. An einer Stelle fast weiß überlasiert von pudrigem Mineralschnee. – Nehmen sie Platz. Ein Sitz in der ersten Reihe.
Ist hier überall. Frei.

Mein Kopf bleibt still, die Augen wandern und nehmen auf. Merh braucht´s nicht. Gedanken kreisen um die fast unwirkliche Stille – Kann es sein? Es raschelt leise. Kugelt. Polter. Kullert. Fliegt, Kracht. Ein Abgang.
Aus einem Körnchen wird ein Fluß der stürzenden Brocken. Erosion.

Vielleicht kriecht in den entstehenden Platz eine Wildbiene zum Schlaf.
Oder baut ein Nest. Die Vögel, die hier wohnen, nehmen`s eine Nummer größer.
Der Weg führt mich zur unteren Sohle. Ein Canyon. Am Ende ein kleiner See.
Die Beschreibung von Wasser ist endlich-unendlich. Wind bewegt die Oberfläche. Gemächlich.
Das Gewässer trägt die Stimme. Selbst das leiseste Geräusch wird verstärkt, erreicht die Felsen, die es zurückspülen. Neuer Sound. Jedesmal.

Winzige Zweibeiner mit Flügel trinken. Und spielen? Frohe Natur. Glasklar, edel und behaglich-weich schimmernde Fläche. Auch der Mensch schafft, manchmal ungewollt, Ewiges.
Anmaßend? Auf ewig geschaffen?

Der Stein redet nicht. Er nimmt es hin. Zerbrochene und wiedererstandene Form. Im Wasser spiegelt sich dein Gesicht, Sonnenauf- und untergang verbinden sich zu einem endlosen Gemälde. Die Zeit steht. Alles ruht. In sich.

Zeit der Wirklichkeit. Ewigkeit. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 


 

 

1 Kommentar zu “Augenblicke in der Natur, von Ralf Wendling”

  1. […] wunderschöne beim Thema Naturgarten ist, es entstehen Beziehungen. So bekam ich von Ralf Wendling diesen Buchtipp, nachdem ich Ralf vom Jahresverlauf 2011 erzählte. “Die […]

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