Schutz – Erholung – Erziehung

Naturgarten-Interview mit Hans Spendier

Hans, als Keutschacher wohnhaft am Pyramidenkogel darf ich Dich als Urbergler Vorstellen. Warum werden die Bewohner am Pyramidenkogel eigentlich „Bergler“ genannt? Und wie weit zurück bzw. wie stark sind Deine Wurzeln?
Weit zurück und stark, ich bin mit meinen Kopf und von ganzen Herzen „Bergler“. Als „Bergler“ wurden wir schon immer bezeichnet. Vielleicht weil viele den Pyramidenkogel als Berg sehen.

Hans-SpendierDu bist Maurer, Polier, und heutzutage würde man Deine Leistungen auch als Projektmanager bezeichnen. Die „Bergler“ nennen Dich auch „Dadi“, sicherlich weil Du schon so vielen geholfen hast und man immer einen Rat von Dir bekommen kann. Deine Meinung ist gefragt.
Würdest Du heutzutage wieder Deinen Beruf „Maurer“ wählen?
Ja sicher, warum nicht? Handwerk hat immer ein Fundament und ehrliche Arbeit wird immer gefragt sein. Vor allem man kann sich weiterentwickeln. Es ist traurig für mich zu sehen, wie heute respektlos dieser Handwerksberuf  behandelt, aber auch ausgeführt wird. Vielleicht ist die schnelllebige Zeit schuld daran. Dennoch meine ich, dass man für das Erlernen dieses Berufes in der Lehrzeit auch die Zeit für das Erlernen braucht.

Du hast erzählt, Du hast auch im Steinbruch/Plescherken gearbeitet. Wie war das damals?
Ganz einfach, damals 1953 wurde das Steinbaumaterial noch selbst aus der Natur bzw. die Steine aus dem Steinbruch gebrochen (herausgeholt).

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Pyramidenkogel, Steinwelten und Naturgarten Teil 5

Den Boden unter den Füßen fühlen, oder noch besser Steine. Durch Welten verschiedenster Gesteine wandeln und die Geschichte der Erde erleben.

Kunstwerks-Stein-1Im Feb. 2005 lente ich Herrn Komm.-Rat Stefan Hasse und „Des Kunstwerks-Stein“ kennen. Ich erzählte vom Steinbruch, von der Steinwelt-Idee und sprach jene Steinwerkskunst in Keutschach an.

Begleitet wurde ich von meinem Nachbarn Hans Spendier und als die Beiden über den Umgang mit Steinen, das Mauern und von alten Zeiten sprachen, wurde es lebendig und lustig. Andes als spirituelle Menschen den Umgang zu Steinen pflegen, wurde über Sinn und Unsinn des Bauens – Handwerksgespräche „halt“ gesprochen.

Ich jedenfalls kann jedem diese Broschüren „Kunstwerks-Stein“ empfehlen. Die Chance am Pyramidenkogel – Kärnten als Eldorado der Gesteinsvielfalt vorzustellen ist verlockend, wenn man diese wunderen Kunstwerke sieht. Stein in Form von Kultur und Kunst vorzustellen ist wahrlich etwas Besonderes.

Keutschach – die Rübe, ein Herz im Wappen Teil 2

In der Angelegenheit rund um den Steinbruch hat sich jedoch eines wieder bestätigt: eine stillgelegte Abbaufläche ist meist Stiefkind der Landschaftsgestaltung. Häufig werden solche „Gstätten“ als uninteressant oder gar störend empfunden.

Pfahlbautenstelle-aus-Das-Herz-von-KärntenUmso mehr freute ich mich auf den Hinweis unseres Bürgermeisters Gerhard Oleschko. Bei einer Besichtigung der Anlage im Frühjahr 2003 meinte er, dass der höchste Punkt oberhalb des Steinbruches mit Blick zum Keutschacher See besonders wertvoll sei und besagte damit indirekt einen Punkt. : Wenn der grün schimmernde See keine Wellen trägt, sieht man von diesem Aussichtspunkt – fast zum Greifen nahe- jene Stelle im Wasser, wo einst das Pfahlbautendorf stand.

Vom höchsten Punkt des Steinbruches können Facetten von der Urgeschichte bis zu Erkenntnissen der modernen Geologie erblickt werden. Passend zum Thema Geschichte stieß ich auf eine Sage aus dem „Kärntner Sagenbuch“ von Matthias Maierbrugger aus dem Jahr 1970: Die Keutschacher weiterlesen »

Naturgarten und Menschen

„Die Welt lebt von Menschen, welche mehr tun als ihre Pflicht“. Ewald Balser

Es war Mitte Juli 2007, Dr. Dr. Dr. Kobau kam mit Familie und überprüfte die Klangqualität des Steinbruches mittels Klangschale und Horn. Es war unglaublich, wie sehr diese Töne unter die Haut gingen.

Abschied-von-Dr. Dr. Dr.Christian-Kobau„Du weißt doch selbst, das dieser Raum eine wunderbare Klangqualität hat – warum musste ich kommen“ sagte Herr Kobau zu mir. Ich weiß, dass der Steinbruch ein Klangkörper ist, aber dass es so intensiv ist, wusste ich nicht. Das war meine stotternde Antwort. Er lächelte und meinte – Okay, das ist ein Argument.

Später sagte mir Ulli, seine enge Mitarbeiterin, durch Ihre Vermittlung  verdanke ich diesen Besuch: „Wenn es Christian nicht von Anfang an gefallen hätte, wäre er nicht gekommen, und es hat ihm gefallen“. Ich bekam ein paar Monate später von ihm und seiner Gattin Frau Dr. Kobau zwei wunderbare Beiträge für das Thema Naturgarten.

Sein Ableben ist unerklärlich, sein Mut und seine Leistungen für mich eine Leuchtschnur, an der ich mich festhalte wenn es einmal knapp wird.

Danke