Schutz – Erholung – Erziehung

Naturgartengedanken, von Agnes Thinschmidt

Kennen gelernt habe ich Frau Thinschmidt durch einen Leserbrief  „Altweibersommer“, welcher am 3. Sept. 2010 von der Kronenzeitung mit einem wunderbaren stimmungsvollen Bild veröffentlicht wurde.

Agnes-Thinschmidt-im-GartenAgnes Thinschmidt,
schreibt seit vielen Jahren, anfänglich nur zu Anlässen, wie Geburtstagen, Hochzeiten etc., doch seit ca. 15 Jahren, wo sie bei der Krone mit dem „längsten Pflanzenmundartgedicht der Welt“ bei einem Wettbewerb mitgemacht hatte, zwischen Literaturklubs und Gleichgesinnten, regelmäßig.
Adresse: Romanogasse 31/7/32, 1200 Wien

Meine Gedanken zum Naturgarten

Viele Gärten haben mich begleitet durchs Leben,
doch der Natur würde ich stets den Vorzug geben.

Wir haben in den Jahren schon vieles ausprobiert,
Ruheplätze und Kinder“ecken“ immer integriert.

Eine wunderschöne Blumenwiese war mittendrin,
die seltenen Segler der Lüfte waren ein Gewinn. weiterlesen »

Naturgarten Maria Rain – Die Kaiserhütte, von Alexander Lesjak

Maria Rain, in Kärnten, südlich der Sattnitzberge, keine 10 Minuten von Klagenfurt am Wöethersee entfernt ist für die herrliche Aussicht ins Rosental, von der Drau als blaues Band durchzogen, als Panoramaabschluß die Karawanken mit der beeindruckenden Koschuta, weit über die Grenzen von Kärnten hinaus bekannt.  Die schon seit etwa 1000 Jahren erstmalig erwähnte Wallfahrtskirche ist nicht nur das Wahrzeichen dieser unserer schönen Gemeinde, sondern ein Dokument für gelebte Zeitgeschichte.

Der höchste Punkt über der Wallfahrtskirche nennt sich „Kaiserhütte“, erbaut 1879 zur Würdigung der silbernen Hochzeit des Kaiserehepaares, eigentlich eine kleine unscheinbare Hütte neben einem Bildstock. Bei vielen älteren Gemeindebürgern wird auch immer wieder die Erzählung in Erinnerung gerufen, daß der Kaiser selbst diesen markanten Aussichtspunkt aufgesucht hat, um die kaiserlichen Truppenmanöver zu beobachten.

Maria-Rain-Kaiserhütte-von-Alexander-LesjakAlexander Lesjak
Das Ölbild auf Leinen 70×50 gemalt 2010 von Maria Rainer Künstler Alexander Lesjak zeigt die hier festgehaltenen Eindrücke und ist somit „Kunstwerk und Dokument“
(Näheres über den Künstler unter www.lesjak-heimatkunst.at.tt) weiterlesen »

Naturgarten:-FreiNatur zum Hausgebrauch, von Michael Altmoos

Bunte Schmetterlinge gaukeln über Blüten, die halbwild in einer fantasievollen Mischung aus Beet und Wiese vor sich hin träumen. Am Tümpel, liebevoll Feuchtbiotop genannt, propellert ein lautloser Hubschrauber. Der Kenner sagt dazu „Blaugrüne Mosaikjungfer„, das staunende Kind ruft „wunderschöne Libelle“. Im Liegestuhl daneben entspannt der Meister bei einem Glas Most unter einem lässig zurückgeschnittenen Apfelbäumchen – natürlich selbst gepflanzt. So könnte das Klischee eines „Naturgartens“ aussehen. Und doch hat ein jeder Mensch ein etwas anderes Bild davon. Was aber ist ein Naturgarten und wozu kann er gut sein? Spielerei, Wichtigtuerei oder Einerlei? Nein: Mehrerlei!

Naturgarten – eine Eingrenzung! oder: Naturgarten  – eine Entgrenzung?

Ein „Naturgarten“ ist kein allgemein festgelegter Begriff, sondern bezeichnet umgangssprachlich einen ungefähren Gartentyp. Der Begriff ist weit verbreitet und eine ganze Gartenbaubranche…

Michael-AltmoosDr. Michael Altmoos,
geboren 1967 in Mannheim, Deutschland, ist seit seiner Kindheit mit dem Naturschutz verbunden. Aus seinem Hobby wurde mit viel Arbeit, Glück und Willen sein Traum-Beruf „Naturschützer“. Nach Studium in Mainz und Marburg (Naturschutz-Biologie) und Promotion in Leipzig (Geografie, Naturschutz-Planung) erfolgten professionelle Tätigkeiten in der Naturschutz-Forschung (Umweltforschungszentrum Leipzig), Umsetzungspraxis (Biosphärenreservat Rhön) und Bildung (freiberuflich, eigene Bildungsagentur und Museumsarbeit). Heute arbeitet er fest im Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz in Mainz, wo er sich mit dem europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000 beschäftigt. Privat baut er mit im wahrsten Sinne viel Liebe und Leidenschaft, nämlich gemeinsam mit seiner Frau und den 2 Kindern, an seinem Wohnort Staudernheim (Nahetal) ein kleines Museum für Naturschutz in einem alten Steinbruch auf, das einen Naturgarten und eine kleine Wildnis aus Wald und Fels umfasst (http://www.nahe-natur.com). weiterlesen »

Buchvorstellung in der Carinthia II des Naturwissenschaftlichen Verreins für Kärnten

Lange Zeit fehlten mir die Worte, das auszudrücken was ich mit dieser Buchvorstellung fühle.

Carinthia-II-Naturwissenschaftlicher-Verein-KärntenIch empfinde es als großes Glück in der Carinthia II (dritt-älteste deutschsprachige Zeitschrift für naturwissenschaftliche Forschung und Berichterstattung) vorgestellt zu werden. Mein Dank ergeht an Herrn DI Erwin Aichinger für seine  Buchbeschreibung und an Herrn Dr. Helmut Zwander (Präsident des Naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten) für die Veröffentlichung.

Ich empfinde mit dieser Buchvorstellung aber auch Verantwortung im Sinne wissenschaftlichen Strebens nach Ausgleich. Mit dem Programm „Naturgarten: Schutz – Erholung – Erziehung“ ist eine Struktur gegeben, die eine breitere Beziehung zu Natur- und Nationalparks aufbaut und eine hervorragende Verbindung zu diesen Parks herstellen könnte.

Mein Ziel ist, dass der Begriff  „Naturgarten“ einen rechtlichen Charakter bekommt und in seiner Bedeutung unter den vielen Naturgartenvorstellungen auch als Schutzgebiet ausgezeichnet werden sollte.

Buchvorstellung-Carinthia-IISehr wohl gibt es inzwischen von vielen Natur und Garten Organisationen Kriterien für eine Bezeichnung „Naturgarten“. Wird vielleicht auch schon an eine gesetzliche Verankerung gedacht? Wenn JA, müssten viele „für´s“ und „wider“ geklärt werden.

Jedenfalls sollte ein Naturgarten als ein seelenvoller, schöner, lebendiger, kleiner Landschaftsraum…einer bei dem die Balance zwischen Natur und Mensch stimmt, beschrieben werden.

Meine Aufgabe sehe ich in einer Bewusstwerdung für dieses Thema und meine Bitte ist, dass sich Spezialisten zusammen setzen und ernsthaft eine gemeinsame Naturgarten – Definition erarbeiten, worin auch ein kleiner Steinbruch, wie zum Beispiel „Das Herz von Kärnten“ in Keutschach seinen Platz hat.

„Das Herz von Kärnten“ geht auf Reisen

Wenn mir jemand vor acht Jahren gesagt hätte, was alles mit dieser Entscheidung, aus unserem Steinbruch einen Naturgarten umzugestalten passieren würde, hätte ich gesagt: „Das glaube ich nicht“. Und doch sind in den vergangen Jahren Dinge passiert, welche all meine Vorstellungskraft übertroffen haben.

Zu diesen Überraschungen zählte die Herzform des Steinbruches. Ursprünglich gingen wir davon aus, der Steinbruch ist ein sogenannter Ringsteinbruch. Luftaufnahmen deuteten jedoch eine andere Form – nämlich die eines Herzens.

Mit dieser Erkenntnis veränderte sich plötzlich sehr vieles, ich möchte sagen ALLES. Unsere Vorgehensweise bezüglich Planung, Zielentscheidung vor allem unser Verhalten wurde anders –  sanfter, ruhiger, besonnener – keine Rechthaberei gegenüber der Natur und jenen Menschen, welche unserem Vorhaben nicht gut gesinnt waren und noch sind. So kam jene schwere Entscheidung zustande, nicht mit Gewalt jenen vielen Einwänden, diesen Steinbruch für Besucher nicht zu öffnen, entgegen zu treten.

Somit wurde dieser herzförmige Steinbruch zu einem Symbol.

Bildvorstellung-im-Steinbruch-Gruppenbild-von-Burgi-KoresIch begann mich für das Herz und allen Verbindungen zu interessieren und dieser Wissensdurst führte mich zu Gudrun Kargl „Herzkünstlerin und Herzbotschafterin“ aus Millstatt. Nach unserem Kennenlernen dauerte es einen Zeit, bis Gudrun unseren Steinbruch besuchte. Nach diesem Besuch entstand in Gudruns Herzen eine Idee – nähmlich dieses Herz in Form eines Bildes zu malen und jene Botschaft, welche Gudrun erfahren hatte, hinaus zu tragen, auf ihren vielen Reisen den Menschen mitzuteilen.

Liebe Gudrun, ich bedanke mich von ganzen Herzen für diese „Deine“ Aufgabe, vielen Menschen von unserem Herzen zu erzählen. Ich danke Dir dafür, dass Du am 2.Sep.2010 mit Deiner Bildschöpfung „Das Herz von Kärnten“ bei uns warst, und wir dieses Bild im Steinbruch mit Dir und Deiner Familie segnen durften. Auch danke ich Dir dafür, dass Du uns in Deiner Homepage berichtest, wo Deine Herzreisen Dich hinführen und was Du dabei erlebst und erfährst.

Alle Informatinen unter „Das Herz von Kärnten – Projekt“ von Gudrun Kargl.

Wir alle bedanken uns bei Familie Friedl Sabotnig  für die Erlaubnis dieser „Stillen“ Feierlichkeit im Steinbruch.
Außerdem danke ich meinen Freunden und ehemaligen Mitgliedern des Naturgartenvereins „Tautropfen“ Frau Mag. Margot Moric und Herrn Dr. Wilfried Kirchlehner. Großer Dank gilt Frau Mag. Brigitte Pichler-Pobitschka (Obfrau des Kulturkreis Keutschach) und Frau Mia Wilms für Ihren Beistand.
Naturgartenkulinarik-von-Burgi-Kores-Foto-Margot-MoricEin Danke dem Überraschungsgast Frau Heidi Katschnig, meiner Frau Karoline für ihre Hintergrundarbeit und insbesondes meiner Schwiegermutter Frau Burgi Kores für ihre liebevoll arrangierte und herrlich geschmackvolle vegetarische Verköstigung.