Schutz – Erholung – Erziehung

Naturgarten, ein Naturraum…

Beim Wort „Kulturraum“ gibt es keine Probleme. Kultur kommt von „bauen (anbauen)“ und somit ist klar, dass überall wo von Menschenhand gebaut wurde auch ein Kulturraum ist.

Wir manifestieren Idee auf einem Stück Land wie eine Leinwand, die in gewissem Sinne den Status von „Land Art“ annimmt mit einem klaren Bewusstsein über „Die andere Welt“.
Landschaftsarchitektur verbindet Himmel und Erde. Die Schönheit von Gärten leitet sich, wie ich glaube, in ihrem Kern vom Konzept der Kosmophilie ab.
     Ryoko Ueyama

Vom KULTURRAUM zum NATURRAUM

neues_leben-von-Monika-GermBedeutet das Wort „Naturraum“ reine Wildnis?
Gibt es eine „Wildnis“ überhaupt noch?

Herr Leonhard Schwarz beschreibt „Naturraum“ in seiner Diplomarbeit folgend:

Der Naturraum ist nach LESER ET AL. (1984) „eine allgemeine Bezeichnung für einen Erdraum, der mit biotischen und abiotischen Geoökofaktoren ausgestattet ist, die einer mehr oder weniger intensiven Nutzung durch den Menschen unterliegen können„.

Anders gesagt; Naturgarten ist ein Stück Land das, abgesehen von der Vorstellung Wildnis, harmonisch mit Menschenhand geformt wird. Somit darf man davon sprechen, dass der Naturgarten als KULTURRAUM sowohl auch als ein NATURRAUM bezeichnet werden kann.

Naturgarten- das Herz von Kärnten, von Karl Sieghartsleitner

Als ich kürzlich in der Fernsehsendung Universum das Naturwunder vom Mount St. Helens – „der Vulkan lebt“ gesehen habe, erinnerte ich mich sehr geehrter Herr Spitzer an ihr Steinbruchprojekt „Naturgarten“ in Kärnten.

Die fantastische Wiederkehr des Lebens nach der totalen Zerstörung durch den Ausbruch des Vulkans vor 27 Jahren im Nordwesten der USA hat mich einfach fasziniert. Eine so ähnliche Faszination könnte auch das Aufzeigen der Wiederkehr des Lebens in einem Steinbruch auslösen. Noch dazu wo die räumliche Eingrenzung durch die Wände des Steinbruches schon allein eine starke Wirkung auf die Besucher haben würde.

Ing. Karl SieghartsleitnerIng. Karl Sieghartsleitner
Veränderung bedürfen auch lokaler Beteiligung: Werteorientierte Entwicklungsstrategien findet man sowohl im lokalen und regionalen, als auch im internationalen Rahmen. Ein erfolgreiches Modell initiierte Karl Sieghartsleitner, ehemaliger Bürgermeister der oberösterreichischen Gemeinde Steinbach an der Steyr.
Der „Steinbacher Weg“ gilt international als ein Musterbeispiel erfolgreicher und nachhaltiger Entwicklungsstrategie, von welcher eine ganze Region profitiert.
Kontakt: OÖ. Verein für Entwicklungsförderung, Pfarrhofstraße 1                     4594 Steinbach a.d. Steyr, Tel: 07257/8411-15, Fax: 07257/8411-20              E-Mail: vfe.steinbach@aon.at weiterlesen »

Naturgarten – im Idealfall verbindet er verschiedene Biotope, von Gereon Janzing

Sehr geehrter Herr Janzing – würden Sie mir sagen, was Sie spontan unter Naturgarten verstehen?

Hmmm, so spontan fällt es mir schwer, zu antworten. Dann das Wort „Naturgarten“ ist nicht eines, das ich häufig benutze. Aber ich will es versuchen.

Greenheart-IbizaGereon Janzig
Die „Greenheart“ ist ein Symbol unserer Liebe und Respekt für den Planeten Erde.
Ich lebe auf Ibiza und arbeite in Casita Verde als Gärtner und Ethnobotanist.
Kontakt: www.gereon.greenheart.es

Ein Naturgarten ist für mich ein Garten, dessen Zielschwerpunkt im Schaffen von Biotopen besteht. Im Idealfall verbindet er verschiedene Biotope wie Wiese, Gebüsch, Feuchtbebiet mit Teich, bei ausreichender Größe eventuell auch etwas Wald.

Anders als etwa im Zier- oder Nutzgarten werden natürlich eingedrungene Organismen primär als Bereicherung gesehen. Dies bedeutet nicht, dass man der Natur in jeder HInsicht völlig freien Lauf lässt, sondern man greift pflegend ein, führt seltene oder ökologisch wertvolle Arten ein, drängt bei Bedarf wuchernde Arten zurück. Die Schönheit des Naturgartens besteht nicht in erster Linie in exotischen Pflanzen, sondern in einer Harmonie zwischen verschiedenen promär heimischen Organismen- Tieren, Pflanzen und anderen wie etwa Pilzen.

Naturgarten – Gedanken von Elfriede Lienhart

Im März 2010 hat mich ein Herr Albert Spitzer mittels Mail kontakiert, dem unsere Homepage auf der Suche nach Energiearbeit „zugefallen“ ist und mich gebeten einige Gedanken zu seinen Projekt „Naturgarten“ schriftlich zu formulieren. Herr Spitzer ist in Keutschach (Pyramidenkogel) in Kärnten zu Hause und beschäftigt sich seit 2002 mit dem Thema Naturgarten.

Hier meine Gedanken, die ich Herrn Spitzer übermittelt habe und sehr gerne in dieser Ausgabe veröffentliche:

Elfriede Lienhart
„…wenn ich das alles einmal erfolgreich überstanden habe, dann werde ich etwas ins Leben rufen, dass anderen Menschen den Weg in ein positives Leben erleichtert…
Aus diesem Herzenswunsch entstand der CLUB ELFLIEN
Verein für positives Denken & Leben, 8143 Dobl, Muttendorfberg 14              Tel./Fax: 03136/53 606, e-Mail: elflien@aon.at Web: www.elflien.at weiterlesen »

NaturWaldgarten – mehr als nur Bäume: z.B. der Farn

Unter Wald versteht man sofort „viele“ Bäume, jedoch wird der Wald u.a. dreigeteilt in Baum – Stauden – Strauch Schicht.

Farn-Natura-2000-Gebiet-Reifnitz-WörtherseeZum Wald gehört vor allem eine Pflanze „der FARN“. Wann immer ich mich mit dem Thema Waldgarten beschäftige denke ich an Frau Roswitha Möller ihren Farngarten.

Vor kurzem las ich im Kärnter Bauern einen Artikel über diese Pflanze von Herrn Josef Putz und erkannte wieder einmal welch großartige Pflanze der Farn ist. weiterlesen »

Naturgarten – jede Richtung ist ein Gewinn

Das Thema Naturgarten wird oft polarisiert. Vorherrschende Vorstellungen wie; ein Naturgarten ist ein Bauern – oder Kräutergarten machen es schwer sich unter Naturgarten auch z.B. eine Wasserstelle (Naturschwimmteiche , vielleicht u.a. auch Teich- oder Aquakulturen) vorzustellen.

Ich bin kein Mensch der nur nach dem Prinzip „entweder-oder“ handelt, sehr wichtig finde ich das demokratische Prinzip „sowohl-als-auch“. Eine richtige Entscheidung welches Prinzip man anwendet, ist Situationsabhänging und wechselt mit Bedingungen, Möglichkeiten usw.

Mit meiner Formel Naturgarten: Schutz – Erholung – Erziehung versuche ich Brücken zu bauen. Dank unser Steinbruchprojekt erfasste/erkannte ich, das der Naturgarten auch ein Naturraum ist. Viele Missverständnisse folgten. „Das Thema Naturgarten ist großartig – weit reichend, kritische Worte sollten nicht fehlen, deshalb bin ich auch sehr dankbar diese Veröffentlichen zu dürfen“.

Wichtig: was immer man sich unter Naturgarten vorstellt – jede Naturgartenrichtung ist ein Gewinn…

Lieber Herr Spitzer! weiterlesen »

Naturgarten der Völker

Naturgarten und Ethnologie – warum?, und bitte was ist das?

Ethnologie, die Lehre von den verschiedensten Kulturen unserer Welt – Volkskunde also, „ja-ein“. Unsere Kultur ist in einem ständigen Prozess der Entwicklung, und zurzeit leben wir in einer sehr schnelllebigen Zeit, einer „Wegwerfgesellschaft“.

Ethnologie untersucht die Art des Zusammenlebens: wie ist „er/sie“ der/die Andere. Fremde Beziehungen werden erforscht – und Anhand der Größe (Vielfalt) dieser Disziplin werden oftmals Grenzen überschritten.

Das Ziel der Ethnologie ist es, Gesellschaftsstrukturen, Beziehungen untereinander und traditionelle Überlieferungen, Bräuche, Riten, … zu erforschen und eine plausible Erklärung für deren Entstehen zu finden, und dazu gehört natürlich auch die Landschaftsarchitektur.

Ich denke beim Garten ist es ähnlich. Jedes Volk hat ihren Garten und innerhalb eines Volkes gibt es weitere Unterschiede, also viele Gärten.

Gibt es eigentlich eine „Einheit“? Meiner Meinung nach nicht (oder doch?), denn die Vielfältigkeit ist unerschöpflich. Vielleicht ist „Einheit“ ein anderes Wort für  „Respekt“ – vor dem Anderen.

Bezüglich Naturgarten ist es ähnlich „genau so“. Ein Naturgarten in Wien wird anders sein als in Kärnten. Und ein solcher Naturgarten würde in Italien anders aussehen als in Österreich. Kompliziert? Nein – das ist völlig „Normal“.

Normal ist alle hundert Kilometer anders, schrieb Pat Parelli in seinem Buch „Natural Horsmanship„. Eine andere Aussage von Herrn Parelli lautet, ein Pferd kennt nur sechs Grund – Richtungen, diese aber in X-Möglichkeiten bzw. Kombinationen.

Das ist Vielfalt und wie heit es schön: „viele Teile ergeben ein Ganzens„.

Die Europäische Ethnologie „ist eine jener Wissenschaften, in deren Zentrum das Interesse am Verhältnis des Einzelnen zu seiner Kultur, zur Gesellschaft in der er lebt“ ist der Gegenstand der Ethnologie. (Franz Boas, 1932)

Naturgarten – Interview mit Herrn DI Johann Zöscher

Sehr geehrter Herr DI Zöscher!

Als Leiter des BFW (Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft) –FAST Ossiach (Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach/Kärnten) haben Sie in Ihrem Haus im Bereich der Aus-und Weiterbildung eine Reihe von forstfachlichen Veranstaltungen.

Meine Fragen an Sie: Können bei diesen Veranstaltungen, Seminaren und Workshops auch forstlich nicht Vorgebildete, also einfach am Wald Interessierte teilnehmen?

Ja, an den Weiterbildungsveranstaltungen kann jeder am Wald Interessierte teilnehmen. Bei Ausbildungsveranstaltungen (Forstfacharbeiter, Forstwirtschaftsmeister) müssen gewisse „Einstiegsvoraussetzungen“ erfüllt werden. weiterlesen »

Düfte – kostbares Geschenk der Natur, von Margit Benes-Oeller

Es ist für uns lebensnotwendig, möglichst rasch zu erfassen, ob etwas in der Luft liegt oder dicke Luft herrscht, ob etwas zum Himmel stinkt oder die Luft rein ist. Auch im Naturgarten ist es gut zu wissen, woher der Wind weht.

Düfte gehen weit über das hinaus, was Auge sehen und Hände fühlen können. Wo der „Atem des Himmels“ zu spüren ist, machen sich Gartenfreunde auf die Suche.

duft-von-margit-benes-oellerDI Margit Beneš-Oeller,
studierte Landschaftsplanung und -pflege an der Universität für Bodenkultur in Wien. Lange Zeit als freischaffende Landschaftsplanerin tätig, arbeitet sie seit über fünfzehn Jahren als Fachautorin bzw. Chefredateurin in Gartenmedien und mitterweile hauptberuflich für die Aktion „Natur im Garten“. Am Stadtrand von Wien liegt ihr Garten, in dem auch Düfte nicht fehlen dürfen.
Konakt: Tel. +43 (2742) 222633-25 Mob. +43 (676) 848 790 606 E-Mail. margit.benes-oeller@naturimgarten.at Web. www.naturimgarten.at

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Wie die Lärche entstand

Der Wald, ein mystischer Ort, wo Märchen eine ganz besondere Qualität erzielen: gespanntes Zuhören von Jung und Alt…Märchen erzählen, ein Highlight bei jeder Waldführung. Was aber muss ich beim Erzählen von Märchen beachten, wie kann ich sie mir merken oder kann ich vielleicht sogar selber welche erfinden…? Das und vieles mehr – anhand von Beispielen und Übungen – zählt zum Erfahrungswert dieses Seminars.

Aquarell-Dr.-Hans-RomauchJürgen Ernst, begnadeter Märchenerzähler und -erfinder aus Vorarlberg konnte dafür gewonnen werden. (Als ich von dieser Veranstaltung erfuhr, meldete ich mich sofort an).

Es war ein wunderschöner Märchentag, wir Seminarteilnehmer fanden uns schnell zu einem Team zusammen. Jürgen (Herr Ernst) ist wirklich ein begnadeter Märchenerzähler, die Betreuung (Danke – Eva Bernsteiner) war einmalig und das Mittagessen im BWF-Forstliche Ausbildungsstätte Ossiach einfach super.

Ich weiß nicht mehr wo ich dieses Märcher aufschnappte, auch Jürgen kannte es nicht. Vieleicht kennt es ein Leser.

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