Schutz – Erholung – Erziehung

Nachhaltigkeit heißt auch (nach)lernen

Das Klimageschehen stellt uns Menschen vor vielen Aufgaben. Dabei geht es jetzt nicht darum zu betonen, was wir falsch gemacht haben, sondern wie wir uns mit den neuen Gegebenheiten zurechtfinden können und wie unser aktueller „Pflichtbeitrag“ zur Umwelt aussehen kann.

Eines der Zukunftsthemaen wird das globale „Nachlernen“ sein, das nicht nur für Schüler gilt, die einer Klasse wiederholen müssen. In Wahrheit gilt für alle und der Nachhilfebedarf nimmt zu. Gibt es Orientierungspunkte für eine gute Erziehung, welche uns Einfühlungsvermögen und Selbstvertrauen garantieren? weiterlesen »

NaturOasen

Ein hohes Ziel bei der Schaffung von Kriterien für den Naturgarten ist meiner Meinung nach die Integration in eine internationale Schutzskala. Naturgärten sind renaturierte Flächen oder Teile „Oasen“ aus der Natur und daher als Schutzbebiete zu verstehen.

Die Wirkung derartiger Öko-Oasen auf den einzelnen Menschen kann jeder an sich selbst beobachten, indem er sich in solche begibt.

Herr Manfred Böck aus Guntramsdorf führt Sie „im wahrsten Sinne“ zu Naturoasen (Naturoasen in Österreich).

Der Wald als erster Naturgarten

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Begriff Naturgarten beim Zuhörer automatisch der Kategorie Gartenbau, Hausgarten, Bürger- und Bauerngarten zugeordnet wird. Dadurch ist es schwierig, gewohnte Sichtweisen zu überwinden. Wenn ich einen Naturgarten erklären muss, spreche ich immer von Kleinraumzellen – und er braucht auch kein Steinbruch zu sein. Beispielweise an einem Bach oder See kann durchaus ein Wassergarten entstehen. Oder, entsprechend dem Thema Wald, ein Waldgarten. weiterlesen »

Garten – Ort der Kraft, von Sieglinde Salbrechter

 

Der Mensch lernte schon früh die Heilkraft der Pflanzen zu nutzen, sie zählten ja zu den wichtigsten Mitteln, die er bei der Bekämpfung von Krankheiten zur Verhütung hatte. Als im letzten Jahrhundert die chemische Medizin Einzug hielt, geriet das Wissen über die Heilpflanzen in Vergessenheit. Man freute sich über die scheinbar perfekten und leicht anzuwendenden Wundermittel.

Salbrechter Sieglinde
FNL-Bundesleiterin (Freunde Naturgemäßer Lebensweise, Martin-Rom-Straße 13, 9300 St. Veit/Glan. www.fnl.at, Tel. 04212/4277). Dipl. Fasten- u. Gesundheitstrainerin, Kräuterpädagogin.
Kontakt: Schaumboden 22, 9300 St. Veit/Glan, Tel. 0664/7678340, sieglinde.salbrechter@gmx.at weiterlesen »

Naturgartenbuchvorstellung, ich war nervös …

Deutsch mein Schicksal, das war in der Schule schon so. Ich schaffte mit mühe eine Vier und dieses Manko, das Sprechen vor Leuten macht mir immer wieder weiche Knie.

Als mir Frau Johanna König (Obfrau der IG-Autorinnen und Autoren) vorschlug an der Lesung der Nacht der langen Museen am 3.Okt. 2009 im Musil-Haus teilzunehmen, sagte ich ja ohne lang nachzudenken. So eine Chance, doch ich war nervös.
Bei der Lesung habe ich gestottert und verredete mich. Doch die anwesenden Autorinnen und Autoren gaben mir Mut, obwohl sie mich längst durchschaut hatten. Erst als Frau König „halber“ Sachbuchautor sagte, fühlte ich mich sicher.

Ich bin kein Autor im klassischen Sinne. Ich schreibe und bitte Fachleute über Naturgarten zu schreiben, mit dem Ziel in dieser Vielfalt Anhaltspunkte zu erkennen. Anhaltspunkte die uns ermöglichen Oasen zu schaffen, in welchen wir uns Wohl fühlen.

Die Geschichte des Naturgartens

Ab wann ist ein Naturgarten ein Naturgarten?

Um sich einer Beantwortung anzunähern, braucht es die dazugehörende Entwicklungsgeschichte und ein System, wie es DI Dr. Gräfin Jana Revedin in ihrem Buch „Gärten in Kärnten – Historische Gartenbilder (Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 1996)“ in hervorragender Weise verdeutlicht:

„Der Garten, Rückkehr zum verlorenen Paradis, Aufbruch aus den Irrtümern der Zivilisation in der ersehnten Einklang mit der Natur. Diese Sammlung Kärntner Gärten-, Kloster-, Schloss-, Bürger- und Bauerngarten, möchte den Reichtum an historischer Substanz aufzeigen und gleichzeitig Anreiz sien für jeden heutigen Gartenliebhaber, nach bewährten Mustern neu zu gestalten. Ein Garten, das Fleckchen Erde, das ihm zur Heimat wird.“

Es wäre ideal, wenn sich jemand finden würde, der auch die Geschichte des Naturgartens ebenso klar formulieren und mit Feingefühl beschreiben könnte.

Ja, und dieser „jemand“ ist Herr Bert Beitmann aus Herford (D). Im Teil I. Einst waren sie die bedeutesten seiner Künste, Kapitel 56. Naturgarten (Bio-Garten, Ökogarten, alternative Garten, Wildgarten, wildes „Grün“, Spontannatur), sicherlich das Beste was ich bis „dato“ Übersichtlich über Naturgarten gelesen habe.

Seine Feder, die Art wie Herr Beitmann schreibt ist wahrlich Universell. Ich zitiere;

„Während die Architektur ihre Kunstwerke in Räume hineinstellt, ist die Gartenkunst die Disziplin, die erst die Räume dafür schafft. Sie ist die Raumkunst schlechthin….Nie hat es eine saubere Abgrenzung gegeben, was Gartenkunst überhaupt ist. In früheren Zeiten zählte man alles zu ihr, was keinen Nutzgartencharakter besaß. Später sprach man dann lieber von Kulturdenkmälern, Gartendenkmälern, historischen Gärten oder Gartenerbe. Dadurch wurde man unangreifbar. Doch hinterließ dies immer ein unbefriedigendes Gefühl….Landschaftgärten erfordern ein eigenes Auge, wenn sie dem Betrachter nicht langweilig erscheinen sollen. Hinter der besonderen Anordnung der Bäume, der Blickschneisen und der Ausblicke verbirgt sich eine  besondere ästhetische Sehweise, die in früheren Zeiten die gesamte bildenden Kunst beherrscht hat….So wie wir auch heute bestimmte Bilder „sehen“ lernen müssen, gilt dies auch für die Stile der Gartenkunst. Für das Sehen eines modernen Gartenstils fehlt uns ein brauchbares Orientierungskonzept, um sie als Kunst, als einen kulturellen Wert unserer Zeit überhaupt sehen zu können….Jede kunstgeschichtliche Betrachtung ist das Ergebnis eines Blickwinkels, vorbereitet und begrenzt durch die Filter der Kultur aus der der Betrachtende kommt. Das Problem der heutigen Gartenkunst in Deutschland ist, dass sie in der Bevölkerung als Kunstdiziplin weitgehend aus derem Bewusstein geraten ist. In einer Welt, in der sie keine Orientierungskriterien mehr besitz, versucht sie sich gar nicht erst hineinzubegehen, bzw. leugnet deren Existenz. Es ist eine Katastrophe, dass auch der gärtnerische Berufsstand hier nicht weiter sieht. Die Mehrzahl der Bevölkerung kennt einen Garten nur als eine öffentliche Grünanlage oder als Hausgarten.“

Naturgarten und Therapie- Ort der Heilung

Zunehmende Vereinsamung kennzeichnet unsere Gesellschaft. Von der Großfamilie zur Keimzelle, von der Partnerschaft zum Single-Dasein. Zeit für die Erholung der Seele gibt es selten, Alltagsstress wechselt mit Urlaub und Krankenstand. Sehr viele Krankheiten finden ihre Ursache im seelischen-psychischen Bereich.

Um diesem krankmachenden Zeitgeist entgegenzuwirken, gehen immer mehr Menschen dazu über, wieder verstärkt im Einklang mit der Natur zu leben. Als meine Frau sich dafür entschied Pferde zu halten, beeinflusste das die ganze Familie. Tiere zu halten ist kein Hobby, das man heute ausüben kann und morgen nicht. Genauso verhält es sich mit einem Garten, einmal aufs Gießen zu vergessen kann die ganze vorhergehende Arbeit zunichte machen.

Es ließ sich wunderbar beobachten, wie für unsere Kinder der Pferdestall zu einem Ort das Ausgleiches wurde. Lukas und Felix konnten nach Herzenslust in der Natur herumstapfen. Neben den Pferden gibt es auch einen Hund, Katzen und Ziegen, und so lernten die beiden schnell den Umgang mit der Natur im Allgemeinen und Tieren im Speziellen. Kann da ein Naturgarten ähnliches wirken?

Naturvermittlung – Plakatvorstellung

NG-plakatEs war eine tolle Veranstaltung, Kongress „Naturvermittlung – Das Fenster zur Natur öffnen“ am 15.-und 16.Okt 2009 in Pörtschach, Congress Center Wörthersee (CCW). Veranstallter war die Arge NATURSCHUTZ.
Ich durfte mein Naturgarten-Plakat an der Info-Wand, an welcher auch noch andere sehr interessante Projekte vorgestellt wurden, anbringen. Danach habe ich es dem Schicksal überlassen, d.h. ich hab mich nicht mehr darum gekümmert, sondern mich dem Kongressthema „Braucht Natur wirklich Interpretation? gewidmet.

Interpretation, was ist das? Herr Thorsten Ludwig (Bildungswerk „interpretation“ Werleshausen) erklärte in seinem Vortrag „Naturinterpretation – ein zeitgemäßes Konzept der Naturvermittung?“ die Geschichte der Naturinterpretation, vor allem aber die Notwendigkeit und Chancen durch „Interpretation“ für ein gemeinsames zukünftiges Handeln.

Herr Ludwig zitierte John Muir (1838-1914), welcher in sein Tagebuch schrieb: „Ich interpretiere die Felsen, erlerne die Sprache der Flut, des Sturms und der Lawinen. Ich mach mich mit den Gletschern und den wilden Gärten vertraut und komme dem Herzen der Welt so nah wie ich nur kann“.

Überrascht war ich über den Vortag; Naturvermittlung mit Erwachsenen, oder „Werden wie die Kinder“?, von Herrn Mag. Alois Wilfing, Institut OIKOS. Herr Wilfing erklärte den Wert von Naturvermittlung und die aktuellen Möglichkeiten wie Erlebnis- und Wanderwegstudien.

Der Naturgarten kam nicht vor, so konnte ich daraus schließen, dass der Naturgarten derzeit noch ein Stiefkind in der Naturvermittlung ist.

Orte des Rückzugs, von Christian Kobau

Naturgärten sind für mich Orte des Rückzugs, der Besinnung auf die essentiellen Kraftorte der Landschaft. Sie sind Rückbesinnungsplätze für Menschen, die wieder auftanken wollen und aus der Hektik des Alltags zur Muße der Natur zurückkehren wollen.

Kobau Christian, DDDr.
Ganzheitlich orientierter Zahnarzt, Arzt für Allgemeinmedizin, Studium der Psychologie und Pädagogik, Buchautor. Jahrelange Forschungsreisen und Expeditionen in Südamerika (Amazonasgebiet) und in Urwaldgebieten Südostasiens, Vorträge und Seminare zum Thema Gesundheit und Selbsterfahrung.
Kontakt: Ferdinand-Raunegger-Gasse 41, 9020 Klagenfurt, Tel. 0650/6026312, info@kobau.at, www.therapiezentrum-oasis.at, www.oasis.or.at weiterlesen »

Buchtipp – Im Reich des PAN

Eine andere Form sind Bücher, welche einen universellen Anspruch haben und ohne Formel oder Leitbilder auskommen. Man fühlt „da ist“ ein Gefühl der Verbundenheit, eine Erdung ohne Zwang. Ein solches Buch ist „Im Reich des Pan“ von Michael J. Raods, welches sicherlich unter Amazon besser beschreiben ist.
Für mich sind beide Erklärungsformen interessant. Sowohl in der Art des Vergleiches zu „anderen“ NaturRaum – Netzwerken, aber auch  in Form von solchen „universellen“ Erklärungen, welche ein „wir sind alle miteinander in Beziehung“ ausdrücken.
Letztendlich entlocken beide ein „a-ha“ aus einem hervor und schon sucht man weiter, weil „das“ dann doch zu Einfach ist.